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Quanteninformation
Verschränkte Hquers

Tutorien zur Quanteninformation

Auf dieser Seite haben wir zahlreiche Links zur Quanteninformation zusammengestellt, die es sowohl dem Laien ermöglichen, sich an dieses Thema heranzutasten, als auch dem fortgeschrittenen Leser dienlich sein sollen, mehr Details über verschiedene Aspekte wie Teleportation und Kryptographie zu lernen. Sollten Sie weitere Texte, besonders online verfügbare, kennen, welche Sie als hilfreich empfinden, so zögern Sie nicht, uns auf diese hinzuweisen. Andere Kommentare, die z.B. Fehler oder andere Gründe liefern, um die verlinkten Seiten nicht zu empfehlen, sind ebenfalls erwünscht.

Unsere Empfehlungen sind wie folgt strukturiert:

Einsteiger   Fortgeschrittene   Vorlesungen   Grundlagen  

Einsteiger

Verschiedene Seiten bieten mehr oder weniger lange, nichttechnische Erläuterungen zu verschiedenen Aspekten der Quanteninformation an. Neben unserer Seite, ist vor allem quanten.de zu empfehlen. Hier sind zahlreiche Downloads, Literaturvorschläge und weitere Links zur Quantentheorie, zum Quantencomputer und zur Quantenphilosophie zu finden, die vor allem für Lehrer und Schüler geeignet sind, teils aber auch populärwissenschaftlich geschrieben sind. Lediglich das Forum ist mit Vorsicht zu genießen. Auf quantencomputer.de sind nichtmathematische Erklärungen der Grundlagen sowie deren Anwendungen bei der Teleportation, der Kryptographie und verschiedener Algorithmen zu finden. Auch lohnt es sich, das ein oder andere Stichwort bei pro-physik.de einzutippen. Das Münchener Internetprojekt zur Lehrerfortbildung in Quantenmechanik ist für alle, die sich für mehr, besonders mathematische Details interessieren, zu empfehlen. Hier stehen ausführliche, sehr gut verständliche Skripte zum Download bereit.

Neben diesen Homepages, welche einen Überblick liefern und sich mit verschiedenen Aspekten der Quanteninformationstheorie beschäftigen, gibt es natürlich auch solche, die sich auf einen spezialisieren. Hierzu zählen z.B. die Seiten der auf diesen Spezialgebieten aktiven Arbeitsgruppen:
Quantenteleportation
Wie alles begann, ist auf der IBM-Seite nachzulesen. Natürlich darf man nicht versäumen, sich über die in  Wien/Innsbruck und am Caltech gemachten Experimente zu informieren. Auf diesen Seiten sind auch weitere einleitende Texte, Presseerklärungen, etc. zu finden.
Quantenkryptographie
Siehe hierzu wieder Wien/Innsbruck, München und Los Alamos. Auch die Genfer Gruppe beschäftigt sich mit der experimentellen Austeilung von Quantenschlüsseln und auch ein Blick auf die Seite des Unternehmens id Quantique, einer Ausgliederung der Genfer Gruppe, welche Zufallszahlengeneratoren und Systeme für die Verteilung von Quantenschlüsseln herstellt, lohnt sich.
Quantenrechnen
Wieder ist die Wiener/Innsbrucker Seite zu erwähnen. Ein guter, aber in englischer Sprache geschriebener Artikel für Nicht-Physiker wurde von Rieffel et al verfasst. Die ebenfalls in Englisch geschriebene Einleitung zu diesem Thema behandelt hauptsächlich deren Geschichte, beinhaltet aber zudem eine gute Sammlung von weiteren Links.

Lesenswerte populärwissenschaftliche Bücher sind "Einsteins Schleier: Die neue Welt der Quantenphysik" (C. H. Beck oHG, 2003) und "Einsteins Spuk. Teleportation und weitere Mysterien der Quantenphysik" (Bertelsmann Verlag, 2005) von Anton Zeilinger und "Quantenininformation" (Fischer (Tb.), 2003) von Dagmar Bruß.


Fortgeschrittene

Die folgenden Quellen benötigen zum Verständnis mindestens die Grundlagen der Quantenmechanik. Es versteht sich von selbst, dass im Internet weit mehr zu finden ist, als wir hier auflisten können. Um nach weiteren Artikeln zu suchen, ist die "find" - Funktion des arxiv.org e-Print archive sehr nützlich.

Quanteninformation im Allgemeinen
Das von Michael Keyl bei Phys. Rep. veröffentlichte Paper liefert eine in sich abgeschlossenen Einleitung in die konzeptionellen und mathematischen Grundlagen der Quanteninformationstheorie. Wird etwas Konkretes gesucht, ist es bei quantiki sicherlich zu finden.
Zu beachten sind zudem die Vorlesungen weiter unten und die zahlreichen Links zu Personen und Arbeitsgruppen auf unserer Seite.
Verschränktheit
Allgemeine Aspekte und Verschränktheitsmaße: Plenio und Vedral.
Aktuelle und ausführliche Einleitung zu Verschränktheitsmaßen: Plenio und Virmani
Nutzen der Verschränktheit in der Quanteninformationstheorie: Ekert und Josza.
Quantenkryptographie
Eine kompakte Auflistung der Literatur (bis 1995) ist in dieser Bibliography von Gilles Brassard sowie in seinem Paper zur Geschichte der Quantenkryptographie zu finden. Die Ideen und experimentellen Einzelheiten und Schwierigkeiten sind in einem Paper der Genfer Gruppe unter Nicolas Gisin beschrieben. Kürzlich erschienen ist eine Informationsschrift des internationalen SECOCQ-Projektes.
Quantenrechnen
Es gibt Grundlagen schaffende Tutorien von Sam Braunstein, Scarani und Zalka. Ausführlichere Überblicke liefern die Paper von Andrew Steane und Vedral und Plenio.

Vorlesungen

Natürlich empfehlen wir die hiesigen Vorlesungen (aus dem Wintersemester 1996/97 in Braunschweig und Osnabrück), von denen ein Skript auf diesem Server zu finden ist. Leider sind sie nicht vollständig. Es fehlen die Definitionen zu Verschränktheitsmaßen und Kanalkapazitäten.

Umfangreicheres Material des Physikkurses 229, welcher von John Preskill 1997/98 das erste Mal gehalten wurde, gibt es am Caltech. Das erhältliche Kursmaterial enthält auch Übungen. Auch Preskills Liste essentieller Referenzen kann sich als nützlich erweisen.

Ein anderer Kurs auf diesem Niveau wurde von Umesh Vazirani im Herbst 1997 in Berkeley (Computer Science Dept) gegeben. Aufzeichnungen und Aufgaben sind ebenfalls im Netz zu finden.

Zwischenzeitlich haben sicherlich viele weitere Kurse stattgefunden, aber nicht alle haben Spuren in Internet hinterlassen. Ein weiteres Beispiel jedoch ist: Special Topics in Quantum Computation (S. Lomonaco, UMBC Baltimore).

Ein auf Grundlage der Vorlesung von M. Lewenstein basierendes Skript ist auf der Seite der Universität Hannover zu finden.

Zwei weitere Vorlesungen zur Quanteninformationstheorie und zum Quantenrechnen wurden an der Universität von Calgary von John Watrous gegeben. Die Erste fokussiert Quantenalgorithmen, die Zweite Quanteninformationstheorie. 

Einleitende Präsentationen zur Quanteninformationstheorie und zum Quantenrechnen gibt es von Michael Nielsen.

Tutorien auf verschiedenen Niveaus zu verschiedenen Themen sind auf der Homepage des Imperial College London zu finden.

Grundlagen

Um in allen Einzelheiten in die Quanteninformation einsteigen zu können, sollte man eine gute Kenntnis der Grundlagen der Quantenmechanik und der dazu benötigten mathematischen Werkzeuge besitzen. Folgende Bücher sollte eine Bücherei für Quanteninformationstheorie führen. Leider werden einige von ihnen nicht mehr gedruckt!

Bücher zu Grundlagen der Quantenmechanik, Quanteninformation und zu mathematischen Grundlagen:

Leslie Ballentine: Quantum mechanics (Prentice Hall 1990, World Scientific Publishing 1998)
Moderner allgemeiner Text zur Quantenmechanik, ohne spezielle Referenzen zur Quanteninformation.
Asher Peres: Quantum Theory: Concepts and Methods (Kluwer 1993)
Von einem der Pioniere der Quanteninformationstheorie, oft von Kollegen zitiert.
Michael A. Nielsen, Isaac L. Chuang: Quantum Computation and Quantum Information (Cambridge University Press, 2000)
Masahito Hayashi: Quantum Information. An Introduction. (Springer, 2006)
Hiroshi Imai, Masahito Hayashi: Quantum Computation and Information (Springer, 2006)
Josef Gruska: Quantum Computing (McGraw Hill, 2000)
E. Brian Davies: Quantum theory of open systems (Academic Press 1976)
Beinhaltet den grundlegenden mathematischen Apparat für Observablen (positive operatorwertige Maße) und Kanäle (vollständig positive Superoperatoren). Komischerweise glaubte man zu dieser Zeit, dass schlichte Positivität (im Gegensatz zur vollständigen Positivität) ausreichend sei, um von einer Quantenoperation gefordert zu werden. Folglich ist das Buch schwach, was vollständige Positivität betrifft. Hierzu wäre Folgendes zu empfehlen:
Vern I. Paulsen: Completely bounded maps and dilations (Longman Scientific and Technical 1986)
Betrachtet vollständige Positivität und anderes aus streng mathematischer Sicht.
Vern I. Paulsen: Completely Bounded Maps and Operator Algebras (Cambridge University Press 2003)
Alexander S. Holevo: Probabilistic and statistical aspects of quantum theory (Academic Press 1976)
Ein weiterer Klassiker aus der Anfangszeit der Quanteninformationstheorie, welcher Schätztheorie und den Gebrauch von Quantenkanälen für die Übertragung klassischer Information beinhaltet.
Alexander S. Holevo: Statistical Structure of Quantum Theory (LNP M 67, Springer 2001)
Ola Bratteli and Derek W. Robinson: Operator algebras and quantum statistical mechanics, vol. I (Springer 1979)
Enthält in knapper und präziser Form das Wesentliche über C*-und W*-Algebren, was in der mathematischen Quantentheorie benötigt wird. Auch online erhältlich.

Bücher zu Spezialgebieten der Quanteninformationstheorie:

Stephen Boyd and Lieven Vandenberghe: Convex Optimization (Cambridge University Press, 2004)
Auch online erhältlich.
Masanori Ohya and Denes Petz: Quantum entropy and its use (Springer 1993)
Schlüsselreferenz für Entropieangelegenheiten. Arbeitet mit einer allgemeinen Notation von Kanälen zwischen Operatoralgebren. Die operatoralgebraische Sprache könnte ein wenig schwierig sein, wenn Sie lediglich einen theoretisch physikalischen Hintergrund haben.  Allerdings ist sie sehr nützlich und sogar essentiell, wenn Sie Systeme mit unendlich vielen Freiheitsgraden behandeln wollen. Der Bratteli/Robinson hilft, diese Kenntnisse zu verbessern.

Es gibt zudem einige Buchbände, die Übersichtsartikel zu verschiedenen Gebieten beinhalten:

Gernot Alber et al.: Quantum Information (Springer/Telos 2001)
Dirk Bouwmesteester et al.: The Physics of Quantum Information: Quantum Cryptography, Quantum Teleportation, Quantum  Computation (Springer 2000)
Gerd Leuchs, Thomas Beth et al.: Quantum Information Processing (Wiley-VCH 2003)
Hoi-Kwong Lo et al.: Introduction to Quantum Computation and Information (World Scientific 2001)

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